Nähkästchen / Öle allgemein

Kokosöl

meint Patrizia

Herstellung

pahema_kokosoelAls “Virgin Coconut Oil” (VCO) wird nur kaltgepresstes, natives Kokosöl, welches schonend hergestellt ist, bezeichnet. Das Kokosnussfleisch wird ohne weitere Wärmezufuhr in einem Arbeitsgang kalt ausgepresst und bleibt naturbelassen.

Weder das Kokosöl, noch das Fruchtfleisch, werden vor- oder nachbehandelt, etwa durch Raffination, Dämpfung oder Röstung. Das Öl wird durch Druck oder Reibung in Ölmühlen hergestellt. Dieser Pressvorgang ist aufgrund der niedrigen Temperaturen besonders schonend.

Als weiterer Arbeitsschritt findet lediglich eine Filtration statt. Virgin Coconut Oil darf nicht desodoriert, gebleicht, gesäuert oder gehärtet werden.

kokosoelEntscheidender Vorteil von kaltgepresstem bzw. nativem Kokosöl ist die Schonung der gesunden Inhaltsstoffe. Dies wirkt sich u.a. positiv auf den Vitamingehalt aus.

Kokosöl enthält hauptsächlich Triglyzeride, Spuren von Kupfer, Kalzium, Kalium, Eisen und Phosphor sowie Aminosäuren, Laurinsäure und Vitamin E. Bei Raumtemperatur oder im Kühlschrank aufbewahrt hat das Öl eine feste Konsistenz, lässt sich aber bei etwa 25 Grad verflüssigen.

Anwendungsgebiete

  • Zeckenabwehr

Kokos wirkt dank der reichlich enthaltenen Laurinsäure (gesättigte Fettsäure, welche bei der Kokosnuss den Hauptanteil des Gesamt-Fettgehalts ausmacht) auf Zecken und andere lästige Insekten abstoßend.

Laurinsäure ist wirksam gegen Bakterien, Hefen, Pilze und bestimmte Viren. In naturbelassenem Kokosöl befindet sich Laurinsäure bis zu einem Anteil von 53 Prozent, während in Butter nur etwa 5 Prozent Laurinsäure enthalten ist.

An der Freien Universität Berlin wurde in einem Labortest nachgewiesen, dass Zecken Kokos nicht mögen. Zwischen 81 und 100 Prozent der Test-Zecken reagierten bereits auf eine zehnprozentige Laurinsäure-Lösung und flüchteten. Von der Haut von mit Laurinsäure behandelten Versuchspersonen ließen sich 88 Prozent der Zecken schnellstmöglich wieder fallen.

  • Vorbeugung bei Wurmbefall

Auch Würmer mögen keine Laurinsäure. Deshalb kann eine Kur mit Kokosöl zur Vorbeugung von Wurmbefall verwendet werden.

  • Haut und Fell

Kokosöl unterstützt den natürlichen Heilungsprozess der Haut, hilft bei Haarausfall, befreit die Haut von Schuppen und erhöht den Glanz sowie die Kämmbarkeit des Fells. Kleine Verfilzungen lassen sich mit Kokosöl leichter lösen. Auch bei Ekzemen, Hautpilzen sowie kleinen Wunden hilft eine Behandlung mit Kokosöl.

  • Senioren

HundeseniorKokosöl ist der ideale Zusatz für alle Senioren-Hunde und –Katzen. Die enthaltenen Antioxidantien unterstützen eine gesunde Zellfunktion (Kokosöl enthält z.B. 50 x mehr Antioxidantien als Vitamine E), es stärkt die Abwehrkräfte gegenüber verschiedener Mikroben, unterstützt die Knochen- und Gelenksgesundheit und verbessern die Gehirnfunktion. Die im Kokosöl enthaltenen mittelkettigen Triglyzeride gelangen in die Leber, wo sie zu Ketonen (energieerzeugende Moleküle) umgewandelt und anschließend über das Blut ins Gehirn als Energiequelle transportiert werden.

Dosierung und Anwendung

Unsere Dosierungsempfehlung liegt bei einem Teelöffel pro zehn Kilogramm Körpergewicht.

Zur äußerlichen Anwendung entnimmt man ca. einen Teelöffel Fett, erwärmt dieses in der Hand und reibt es anschließend in das Fell. Als Zeckenprophylaxe sollte das Tier zu Beginn jeden zweiten Tag an den Beinen, Bauch sowie Hals und Kopf eingerieben werden. Danach genügt eine wöchentliche Wiederholung.

 

 

Eine Antwort auf Kokosöl

  1. Anna sagt:

    Ich wusste zwar das Kokosöl für die Haarpflege und Hautpflege gut ist, aber das man es auch bei Hunden anwenden kann, ist schon sehr interessant. Vielen dank für die Informationen.

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